Richtig Prompten: Warum 90 % der KI-Ergebnisse schlecht sind und wie du es besser machst
Du hast ChatGPT geöffnet. Du gibst ein:
„Schreib mir einen Social-Media-Post.“
Das Ergebnis?
- Generisch.
- Langweilig.
- Austauschbar.
Und genau hier liegt das Problem. Viele Unternehmen sagen aktuell:
„KI funktioniert für uns nicht.“
Aber die Wahrheit ist eine andere. Nicht die KI ist schlecht, der Prompt ist es.
In unserer täglichen Arbeit mit Unternehmen sehen wir ein Muster: Rund 90 % aller Prompts sind zu ungenau, zu kurz oder komplett falsch aufgebaut. Das Ergebnis sind schlechte Inhalte, falsche Strategien und verschwendete Zeit.
Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Prompt kannst du KI von einem Spielzeug zu einem echten Marketing-Werkzeug machen.
Du willst dein KI-Marketing auf ein neues Level heben? Wir schauen uns das zusammen an.
In diesem Artikel zeigen wir dir:
- wie gutes Prompt Engineering funktioniert
- welche Prompt-Formel wir in der Agentur nutzen
- fünf konkrete Prompts, der dir sofort im Marketing helfen.
- und warum die meisten KI-Ergebnisse schlecht sind.
Willkommen in der Verbotenen Abteilung. Hier verraten wir dir die Tipps, die andere Agenturen am liebsten verschweigen würden.
Der größte KI-Fehler im Marketing
Die meisten Nutzer behandeln KI wie Google. Sie stellen kurze Fragen:
- „Schreib einen Blogartikel“
- „Mach mir eine Marketingstrategie“
- „Schreib eine Anzeige“
Das Problem: KI ist kein Suchsystem, KI ist dein Kooperationspartner.
Und das bedeutet, dass je besser dein Briefing ist, desto besser das Ergebnis.
Oder anders gesagt:
Wenn du oben Scheiße rein gibt’s, kommst auch unten wieder raus.
Ein schlechter Prompt führt zwangsläufig zu einem schlechten Ergebnis. Und genau deshalb sehen viele KI-Texte so aus:
- austauschbar
- oberflächlich
- generisch
- ohne echte Strategie
Für Marketing ist das fatal. Denn gutes Marketing basiert auf:
- Zielgruppenverständnis
- Positionierung
- Tonalität
- Kontext
Und genau diese Informationen fehlen in den meisten Prompts.
Was wirklich hinter gutem Prompting steckt
Gutes Prompting hat weniger mit Technik zu tun und mehr mit klarem Denken.
Ein guter Prompt beantwortet mindestens diese fünf Fragen:
- Wer spricht? (Rolle)
- Für wen ist der Inhalt? (Zielgruppe)
- Was ist das Ziel? (Conversion)
- In welchem Stil? (Tonalität)
- In welchem Format? (Struktur)
Viele Prompts enthalten keine einzige dieser Informationen.
Beispiel:
❌ Schlechter Prompt
„Schreib mir einen LinkedIn Post über KI.“
Die KI muss jetzt alles raten.
Besser:
✅ Besserer Prompt
„Du bist Marketingstratege einer B2B-Agentur.
Schreibe einen LinkedIn-Post für Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen über den Einsatz von KI im Marketing.
Ziel: Interesse an einem Beratungsgespräch.
Stil: klar, provokant und praxisnah.“
Plötzlich wird das Ergebnis deutlich besser. Und warum?
Weil du der KI Kontext gibst. Und Kontext ist im Prompting alles.
Die Agentur-Prompt-Formel (fast zu gut, um sie zu teilen)
In unserer täglichen Arbeit mit KI nutzen wir eine einfache Struktur.
- Rolle
- Zielgruppe
- Ziel
- Stil
- Format
Wenn diese fünf Elemente im Prompt enthalten sind, steigt die Qualität der Ergebnisse drastisch.
Beispiel:
Rolle: Du bist ein Marketingberater
Zielgruppe: Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen
Ziel: Interesse an einem Beratungsgespräch erzeugen
Stil: provokant, klar, praxisnah
Format: LinkedIn-Post mit Hook und Call-to-Action
Dieser kleine Unterschied entscheidet häufig über:
- mittelmäßige Inhalte
- oder echte Marketingwirkung.
Der „verbotene“ Prompt-Trick
Jetzt kommt ein Trick, den viele nicht kennen. Lass die KI zuerst denken.
Statt direkt eine Aufgabe zu geben, gibst du zwei Schritte vor.
Beispiel:
❌ Normaler Prompt
„Schreibe eine Marketingstrategie für ein mittelständisches Unternehmen.“
✅ Besserer Prompt
„Analysiere zuerst typische Marketingprobleme mittelständischer Unternehmen.
Erstelle danach eine Marketingstrategie, die diese Probleme löst.“
Warum funktioniert das?
Weil die KI zuerst Kontext aufbaut, bevor sie Inhalte produziert. Und das führt zu deutlich besseren Ergebnissen. Dieser Ansatz wird auch als Chain-of-Thought Prompting bezeichnet.
3 Prompt-Beispiele für Marketing (zum Kopieren)
Hier sind fünf Prompts, die wir in der Praxis regelmäßig nutzen und die dein KI-Marketing sofort verbessern.
Prompt 1 – Blogartikel erstellen
Du bist Content-Stratege einer Marketingagentur.
Erstelle einen Blogartikel zum Thema "KI im Marketing nutzen".
Zielgruppe:
Geschäftsführer und Marketingverantwortliche mittelständischer Unternehmen.
Ziel:
Interesse an einer Marketingberatung erzeugen.
Struktur:
Einleitung, Problem, Lösung, Beispiele, Fazit.
Stil:
Praxisnah, verständlich, leicht provokant.
Prompt 2 – LinkedIn Post mit Reichweite
Du bist Social-Media-Experte im B2B Marketing.
Schreibe einen LinkedIn-Post über typische Fehler beim Einsatz von KI im Marketing.
Zielgruppe:
Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen.
Stil:
Provokant, direkt, praxisnah.
Der Post soll enthalten:
- starke Hook
- kurze Absätze
- klare Botschaft
- Call-to-Action zum Blogartikel.
Prompt 3 – Marketingideen generieren
Du bist Marketingstratege.
Analysiere zuerst typische Marketingprobleme mittelständischer Unternehmen.
Erstelle danach 10 kreative Marketingideen, die diese Probleme lösen können.
Ziel:
Mehr qualifizierte Leads generieren.
Prompt 4 – Website optimieren
Du bist Conversion-Optimierungs-Experte.
Analysiere die typische Struktur von B2B-Websites.
Erstelle danach Vorschläge, wie eine Website aufgebaut sein sollte, um mehr Anfragen zu generieren.
Zielgruppe:
Mittelständische Unternehmen.
Prompt 5 – Contentstrategie
Du bist Content-Marketing-Stratege.
Erstelle eine Contentstrategie für ein Marketingunternehmen, das Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen erreichen möchte.
Ziel:
Beratungsgespräche generieren.
Formate:
Blog, LinkedIn, Newsletter.
Die häufigsten Prompt-Fehler
Selbst erfahrene Nutzer machen immer wieder dieselben Fehler. Hier sind die drei größten.
Fehler 1: Zu kurze Prompts
Ein Satz reicht selten aus. Je komplexer die Aufgabe, desto mehr Kontext braucht die KI.
Fehler 2: Keine Zielgruppe
Marketing ohne Zielgruppe funktioniert nicht. Und KI ohne Zielgruppe ebenfalls nicht.
Fehler 3: Kein Ziel
Viele Prompts sagen nicht, was erreicht werden soll. Beispiel:
- informieren
- verkaufen
- inspirieren
- Leads generieren
Die KI muss das wissen.
KI im Marketing: Chance oder Hype?
Viele Unternehmen stehen aktuell an diesem Punkt:
Sie wissen, dass KI wichtig ist. Aber sie wissen nicht, wie sie sie strategisch einsetzen sollen.
Und genau hier entscheidet sich der Unterschied zwischen:
- Unternehmen, die KI nur ausprobieren
- und Unternehmen, die damit echte Wettbewerbsvorteile schaffen.
Der Schlüssel dazu ist nicht nur die Technologie. Der Schlüssel ist Strategie. Und gutes Prompting ist ein Teil davon.
Fazit: KI ist nur so gut wie dein Prompt
KI kann heute:
- Texte schreiben
- Marketingstrategien entwickeln
- Content planen
- Ideen generieren
Aber nur, wenn sie richtig geführt wird.
Gutes Prompting bedeutet:
- klar denken
- strukturiert briefen
- Kontext geben
Oder kurz gesagt: Die Qualität deiner KI-Ergebnisse beginnt mit der Qualität deiner Prompts.
Dein nächster Schritt
Du willst wissen, wie du KI wirklich sinnvoll im Marketing einsetzen kannst?
Und nicht nur experimentieren, sondern messbare Ergebnisse erzielen?
Dann lass uns gemeinsam darauf schauen. Wir analysieren:
- deine aktuelle Marketingstrategie
- mögliche KI-Potenziale
- konkrete Einsatzmöglichkeiten für dein Unternehmen
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FAQ – Häufige Fragen zu KI Prompts
Was ist ein Prompt in der KI?
Ein Prompt ist eine Anweisung oder Frage, die du einer KI stellst, damit sie eine Aufgabe ausführt – zum Beispiel einen Text erstellt oder eine Analyse durchführt.
Warum sind viele KI-Ergebnisse schlecht?
Die meisten Prompts sind zu kurz oder enthalten zu wenig Kontext.
Ohne Informationen zu Zielgruppe, Ziel und Stil produziert die KI generische Inhalte.
Wie schreibt man bessere KI Prompts?
Ein guter Prompt enthält:
- Rolle
- Zielgruppe
- Ziel
- Stil
- Format
Diese Struktur verbessert die Ergebnisse deutlich.
Kann KI wirklich im Marketing helfen?
Ja. Unternehmen nutzen KI bereits erfolgreich für:
- Content-Erstellung
- Marketingstrategien
- Social-Media-Planung
- Ideengenerierung
Entscheidend ist jedoch eine klare Strategie.
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